20 Okt
Kollektives Durchatmen
Merkur Bericht zum Spiel der Damen 1 gegen TSV Vaterstetten. Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs. Bericht: TOBIAS EMPL
27 Okt
HSG Würm-Mitte 22 - TSV Herrsching 26:30
Merkur Bericht zum Spiel der Damen 1 gegen TSV Herrsching. Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs. Bericht: TOBIAS EMPL
Die Würmtaler Wildkatzen nutzen die Chance auf einen Heimsieg gegen den TSV Herrsching trotz guter Phasen nicht. Zwei ehemalige HSG-Spielerinnen werfen Herrsching zum Sieg.
Würmtal - Die Handballerinnen der HSG Würm-Mitte gehen mit der ernüchternden Ausbeute von 1:9 Punkten in die Herbstpause. Dabei hätte der von Alexander Zwermann und Alexander Kolb trainierte Regionalliga-Aufsteiger durchaus die Chance gehabt, dem etablierten Regionalligisten TSV Herrsching am Samstag ein Bein zu stellen. „Phasenweise haben wir richtig guten Handball gespielt. Wir haben gut den Ball laufen lassen, die richtigen Entscheidungen getroffen und unsere Tore gemacht“, sagte Zwermann nach der 26:30-Niederlage (12:14) gegen die vom ehemaligen HSG-Trainer Tobias Beckmann trainierten Herrschingerinnen. Allerdings seinen diese Phasen jeweils zu kurz gewesen. Zwischendring habe man sich selbst immer wieder durch „Fehler wie am Fließband“ in Schwierigkeiten gebracht. „Wenn du diese Fehler abstellst, kannst du gegen jeden Gegner in der Liga mithalten, aber dafür musst du 60 Minuten lang deine Leistung abrufen und nicht nur 20“, sagte der HSG-Trainer. Insgesamt 22 technische Fehler, davon fast die Hälfte Pässe ohne Gegenerdruck ins Aus, seinen einfach deutlich zu viele. Zudem habe die Mannschaft 15 Torchancen vergeben und die gegnerische Torhüterin damit „zur Heldin gemacht“. Ins Spiel kamen die Gastgeberinnen zunächst gut, nach acht Minuten lagen sie mit 5:3 in Führung. Herrsching wurde zwar in der Folge stärker, gut fünf Minuten vor der Halbzeitpause konnte Würm-Mitte sich aber erneut eine Führung erarbeiten (12:11). „Und dann werfen wir dem Gegner viermal den Ball in die Hände“, haderte Zwermann. So ging es mit einem 12:14-Rückstand in die Halbzeitpause. Auch nach Wiederbeginn blieb der Fehlerteufel ein ständiger Begleiter, und Herrsching konnte sich deutlich absetzen (16:23). Dann zeigten die Wildkatzen wieder ein anderes Gesicht, bissen sich zurück ins Spiel und kamen wieder näher heran. „Dass Tobi da ziemlich unzufrieden war, sieht man daran, dass er in fünf Minuten zwei Auszeiten genommen hat“, stellte Zwermann fest. Elf Minuten vor dem Ende lag Würm-Mitte mit nur noch zwei Toren Rückstand in Schlagdistanz - leistete sich dann aber erneut eine Schwächephase zum ungünstigsten Zeitpunkt und Herrsching konnte endgültig davonziehen. Bei den Gästen überzeugten mit Rückraumspielerin Enya Kweta und der mehrfach im Tempogegenstoß erfolgreichen Linksaußen Paula Reips (jeweils acht Tore) ausgerechnet zwei ehemalige HSG-Spielerinnen besonders. Aufseiten der Gastgeberinnen waren Emilia Seethaler (9) und die trotz eines zuvor absolvierten A-Jugendspiels gut aufgelegte Emma Ehlers (sieben Tore, davon zwei Siebenmeter) am treffsichersten - wobei Seethaler laut Zwemann noch mehr Tore hätte werfen können. Das Aufeinandertreffen mit Ex-Trainer Tobias Beckmann verlief indes harmonisch. „Wir haben noch ein paar Bierchen zusammen getrunken und zusammen Abend gegessen“, berichtete Zwermann. Das Thema Handball habe dabei keine große Rolle mehr gespielt.
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